JagodaWien, B72
Klotzen statt kleckern! Scheinbar unter diesem Motto hat die Band aus Berlin ihre Version von Bass-Gitarre-Schlagzeug auf die Bühne des B72 gewuchtet. Dass sich ein Gast ob dieser Kraftmeierei auch mal die Ohren zugehalten hat, soll hier nur eine Notiz am Rande sein.
Jagoda, das sind vier zornige junge Männer, die ihre Texte mit vollem Körpereinsatz in die Mikros brüllten. Flugs fühlte man sich einige Jährchen zurück versetzt: Jagoda sucht noch nach der Dringlichkeit, die Bands wie The Gun Club oder The Psychedelic Furs ohne Anstrengung auszeichnete. Aber irgendwie hat man das Gefühl, das wird noch, denn Gitarrenwände vermochten Jagoda auf zu stellen. Dass da ein paar Löcher zum Durchblinzeln zur Verfügung standen, störte nicht weiter.
Rambo Rambo Rambo gaben die nicht weniger kraftvolle Vorgruppe. "Go home and get drunk", hieß es am Ende des Konzertes von Jagoda - und das war letztlich nur eine Variation eines Ausspruchs von Alf Poier: "Am Land' hab'n die Leute immer g'soffn". Auch in der Stadt.


















